Geschichtliche Übersicht

Die Siknäs-Batterien 1-4

Allgemeines

Die Befestigungsanlage auf der Siknäs-Halbinsel wurden zur Verteidigung des Töre-Hafens, Schwedens nördlichsten natürlichen Tiefhafen, und zur Verzögerung eines feindlichen Angriffs gegen Stadt Boden im Zuge der Fernstraße 13 (E 4) gebaut. Die Befestigung war die größte und modernste der rund 3.000 verschiedenen Bunker- und Befestigungsanlagen der Kalix-Linie.

Geschichtliche Übersicht

Die vier Siknäs-Batterien wurden für die Küstenartillerie in den Jahren 1953-1960 als Beschäftigungsarbeit gebaut und befanden sich auf dem Siknäs-Halbinsel 62-67 Meter über dem Meeresspiegel. Sie waren mit 322 Mann besetzt und jeweils mit einem 15,2 cm Doppelturm vom Panzerkreuzer Fylgia ausgerüstet. In den 1960er Jahren wurde die Befestigung bei den Armeestreitkräften übernommen und wurde die südlichste Befestigung der Kalix-Linie.

Weitere Information über die Kalix-Linie auf der Website der schwedischen Streitkräfte.

Pansarkryssaren Fylgia som utrustade Siknäsbatterierna med 4 st 15,2 cm dubbelkanontorn .

Jede Batterieanlage ist aus Beton mit vier oder drei Stockwerken und ruht frei vom Felsboden, auf Federn, um Stoßwellen im Felsgrund zu begrenzen.
Neben Gefechtsführungszentrale, Ladestation („der Stängel“) und Munitionsräumen gab es in jeder Batterie Quartier, Küchen / Speiseräume, Toiletten und Duschräume. Es gab auch Ersatzstrom und selbstgebohrten Brunnen, die das Personal mit frischem Wasser versorgte. Die Befestigungsanlagen waren gegen nukleare, biologische und chemische Waffen geschützt. Die letzte Reservistenübung fand 1990 statt und die Batterien verließen die Kriegsorganisation der Armeestreitkräften 1992 (Türme 3 und 4) bzw. 1998 (Türme 1 und 2).

Das Fortifikationsamt (FORTV) hat das Abbauen des Turms 3 und 4 im Jahre 1999 begonnen, wobei sie saniert und versiegelt am 4. Dezember 2003 wurden. Der Boden wurde geebnet und neu bepflanzt.

2005 hat FORTV beim Reichsantiquaramt beantragt, daβ die Türme 1 und 2 als staatliches Bauandenken erklärt werden sollte. 2008 hat aber die Regierung beschlossen, die Befestigungen Siknäs 1 und 2 mit äußere Verteidigungsanlagen wurden nicht als Bauandenken erhalten werden.

Der Turm 1 wurde 2009 für die Übergabe an neuen Besitzer vorbereitet, wobei Turm 2 saniert und versiegelt wurde. Nach Beratung und Genehmigung durch das Ministerium für Kultur, würde die Befestigung an einen Unternehmer als Museum, mit Unterstützung vom Amt der Staatlichen verteidigungsgeschichtlichen Museen durch Militärgeschichtliche Erbe Schwedens (SMHA), übergeben. Während 2011-2012 hat FORTV Turm 1 inwendig renoviert.

Im Herbst 2013 wurde die Siknäs Befestigung von den Unternehmen Ägargruppen Siknäsbatteriet gekauft. Der gemeinnützige Verein Siknäsfortet verfügt über die Siknäs Befestigung dieses Besitzers. Im Frühjahr 2014 hat der Verein Siknäsfortet den Turm 1 gereinigt und renoviert.

Die Befestigung, die zu der Militärgeschichtliche Erbe Schwedens gehört, wurde am 1. Juli 2014 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Herbst 2014 spendete der Besitzer Ägargruppen Siknäsbatteriet seine Anteile, um die Stiftung Siknäsfortet bilden zu können. Die Tätigkeiten werden weiterhin vom gemeinnützigen Verein Siknäsfortet betrieben, der über die Siknäs Befestigung der Stiftung verfügt.

Sonstige Verteidigung

Zeitweise gab es Stellungen mit 20 und 40 mm Flugabwehr im Anschluß den Batterien. Schutzverbände und Landwehr den Armeestreitkräften waren für die Naheverteidigung verantwortlich. Schützenschutz, Schutzräume und einige Verbindungsgräben dazu waren im Felsengrund um die Fortanlage hineingesprengt.

  • Issuing of orders JS March 66 Vittangi
    Odergivning JS mars 66 Vittangi LSj
  • Skiing march. VI. Military area winter exercise Råneå 1962
    Skidmarsch, VI. Milo vinterfältövn Råneå, P 5, LSj mars 1962
  • Skidtolkning efter traktor i närbelägna Råneå 1962. Foto: Försvarsmakten
    Skidtolkning efter traktor i närbelägna Råneå 1962. Foto: Försvarsmakten